Unsere Eindrücke

Kevin Eilmannsberger
Obwohl ich – und sicher auch andere – anfangs eher skeptisch war, was einen Schüleraustausch mit Istanbul betrifft, war ich am Ende nur positiv davon überrascht. Die Gastfreundschaft der türkischen Schüler war vorbildlich und es ist ihnen definitiv gelungen, dass wir die Türkei jetzt anders sehen als vorher.
Diese Art von Austausch hat mir die Möglichkeit gegeben, die Kultur dieses Landes auf eine Art zu entdecken, wie man es mit einem normalen Urlaub nie schaffen würde in dieser kurzen Zeit. Ich bereue es keineswegs an dem Austausch teilgenommen zu haben und hoffe für zukünftige Klassen, dass diese Kooperation mit dem St. Georgs Kolleg weitergeführt werden kann.
Madlene Kern
Ich habe Istanbul ganz anders erlebt, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Leute (überhaupt „unsere“ Türken) waren sehr nett, höflich und immer gut gelaunt. Man hat auch gemerkt, dass die Leute temperamentvoller als in Österreich sind. Es war sehr interessant, eine andere Kultur kennen zu lernen. Alleine der Ruf des Muezzin, der täglich 5 Mal zu hören war, war sehr gewöhnungsbedürftig. Am Anfang als wir von diesem Austausch mit Istanbul erfahren haben, wussten wir - glaube ich - alle nicht, was wir von dieser Idee halten sollten. Doch auf unserer Reise wurden wir alle so positiv überrascht, dass alle Vorurteile und Sorgen wie weggefegt waren. Ich kann nur jedem so einen Austausch empfehlen, denn diese Erfahrungen, die man da sammelt sind so wertvoll. Außerdem kann man auch lange Freundschaften knüpfen, was hoffentlich bei uns der Fall ist.
Lisa Mayr
Meine Eindrücke von Istanbul:
• War absolut begeistert von der Gastfreundschaft und Offenheit der Türken, schon am Flughafen wurden wir herzlich begrüßt, aber auch abseits unserer Austauschschüler zeigten sich die Türken von ihrer besten Seite.
• Lange werden mir die engen Gassen in Istanbul in Erinnerung bleiben. In einem ständigen Auf und Ab winden sie sich über die Hügel und laden nicht selten zur näheren Betrachtung ein.
• Grundsätzlich fiel immer wieder auf, wie viele Menschen in dieser Stadt leben. Zahlreiche Wohnblocksiedlungen prägen das Bild der Stadt.
• Unzählige Straßenhunde und –katzen sind überall anzutreffen – viele sind in bemitleidenswertem Zustand.
• Überrascht hat mich die Sicherheitskontrolle im Einkaufszentrum Istinye Park, komisch wenn man auch beim Shoppen schon kontrolliert wird. Auch zahlreiche Wohnareale sind gesichert – Zäune und Wachmänner sollen unliebsame Besucher abhalten.
• Das Auffallendste, wenn man in Istanbul unterwegs ist, ist allerdings der Verkehr. Für mein ungeschultes Auge schien es, als ob jeder irgendwo fährt und die Qualität der Hupe die Geschwindigkeit bestimmt. Während das öffentliche Verkehrsnetz in Istanbul zu wünschen übrig lässt, sind die Taxis zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Stelle und wurden von unseren Austauschschülern häufig benutzt.
• Den Lebensstandard unserer türkischen Schüler hätte ich nicht als so hoch erwartet. Geld schien bei einigen keine Rolle zu spielen, was bei den Jobs der Eltern auch kein Wunder zu sein scheint.
• Die Klassengemeinschaft der türkischen Schüler ist sehr gut – fast alle kommen gut miteinander aus.
• Alles in allem hat diese Woche sehr viel gebracht – ich merke von Zeit zu Zeit wie drastisch dieser kulturelle Einblick meine Meinung zur Türkei und zu den Türken geändert hat – und das natürlich zum Guten.
Eva Steininger
Ich habe den Schulaustausch als sehr spannend und lehrreich empfunden, durch ihn sind auch einige Vorurteile richtig gestellt worden.
Wenn man andere Kulturen kennenlernt, lernt man auch seine eigene Kultur besser kennen. So ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass wir Österreicher im Gegensatz zu den Türken viel schüchterner und zurückhaltender sind.
Doch es gibt auch eine Sache, über die ich in Österreich sehr froh bin, nämlich, dass der Verkehr geregelt verläuft, denn in Istanbul hat für uns das Motto „Schnell oder tot“ auf der Straße gegolten.
Ich habe die etwas anstrengenden Tage mit unseren Austauschschülern sehr genossen und würde einen Schulaustausch jedem, der seinen Horizont erweitern will, weiterempfehlen.
Patrick Thalmair
Leider konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht komplett teilnehmen und mit nach Istanbul reisen. Erst im Nachhinein wurde mir klar, was ich verpasst habe. Eine wohl aufregende und erlebnisreiche Woche in einer fremden Kultur.
Zuerst konnte ich die türkischen Austauschschüler nur über das Internet kennenlernen und mir ein grobes Bild von ihnen durch Erzählungen machen. Ich war sehr erstaunt darüber, wie offen, freundlich und aufgeschlossen sie waren.
Die Ausflüge, die wir mit den Schülern hier in Österreich gemacht haben, waren alle sehr interessant und ich hatte die Gelegenheit, mit den Türken Freundschaften zu schließen.
Die Woche hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich kann nur jedem Schüler raten, der die Gelegenheit hat, an so einem Projekt teilzunehmen, diese zu nutzen. Es ist eine Erfahrung fürs Leben, die man wohl nur einmal macht.